Die NASA intensiviert ihre Bemühungen um den Übergang von der alternden Internationalen Raumstation (ISS) zu kommerziell betriebenen Raumstationen und bittet die Privatwirtschaft formell um Vorschläge zur Entwicklung potenzieller Nachfolger. Die Agentur wird am 25. März ein formelles Auskunftsersuchen eröffnen und damit die klare Erwartung zum Ausdruck bringen, dass der private Sektor beim Bau der nächsten Generation von Orbitalaußenposten eine Vorreiterrolle übernehmen wird.
Das Ende der ISS und die Notwendigkeit von Alternativen
Die NASA hat keine Pläne, eine weitere staatliche Raumstation zu bauen. Stattdessen beabsichtigt es, kommerzielle Unternehmungen zu unterstützen und gleichzeitig seine eigenen Ressourcen auf die Erforschung des Weltraums zu konzentrieren. Obwohl zahlreiche Unternehmen um den Bau von Lebensräumen in der Erdumlaufbahn wetteifern, sind die Fortschritte langsam, was dazu führt, dass die Führung der NASA wachsende Ungeduld zum Ausdruck bringt. Die ISS selbst ist weit über ihre vorgesehene Lebensdauer hinaus in Betrieb, was Bedenken hinsichtlich möglicher Ausfälle aufkommen lässt; Die NASA hat SpaceX sogar mit der Vorbereitung einer kontrollierten Umlaufbahn und einem Abbrand der Station beauftragt, falls Anomalien auftreten.
Ein neuer Ansatz: Anbringung kommerzieller Module an der ISS
Um die Entwicklung zu beschleunigen, erwägt die NASA nun, Unternehmen zu gestatten, experimentelle Module direkt an der ISS anzubringen. Dies würde die Beschaffung eines „Kernmoduls“ beinhalten, an das kommerzielle Unternehmen dann andocken könnten, was strenge Tests ermöglicht, bevor diese Stationen vollständig unabhängig werden. Die Agentur sieht sich als nur einer von vielen Kunden, die diese kommerziellen Plattformen nutzen, sobald sie in Betrieb sind, und so einen kontinuierlichen Zugang zur erdnahen Umlaufbahn über die geplante Stilllegung der ISS im Jahr 2030 hinaus gewährleisten.
Hauptakteure und Druck des Kongresses
Mehrere Unternehmen arbeiten bereits mit der NASA an der Entwicklung kommerzieller Stationen, darunter Axiom Space, Blue Origin (das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos), Northrop Grumman und Nanoracks. NASA-Administrator Jared Isaacman hat die Dringlichkeit betont: „Die Internationale Raumstation hat ein Enddatum … wir müssen mit der Industrie zusammenarbeiten, um eine Ersatzraumstation zu haben.“
Einige im Kongress drängen jedoch auf eine zweijährige Verlängerung des ISS-Betriebs und argumentieren, dass ein Ersatz vollständig funktionsfähig sein muss, bevor die derzeitige Station stillgelegt wird. Während die NASA über die technischen Kapazitäten zur Verlängerung der Lebensdauer der ISS verfügt, bleibt die Förderung kommerziell betriebener Stationen bis zum Ende des Jahrzehnts ihre Priorität.
Der Übergang zu kommerziellen Stationen ist nicht nur eine logistische Veränderung, sondern eine grundlegende Änderung in der Art und Weise, wie die Weltraumforschung finanziert und durchgeführt wird. Der Leistungsdruck auf die Industrie unterstreicht das Engagement der NASA, sich für eine dauerhafte Präsenz im erdnahen Orbit auf private Innovationen zu verlassen.
Der Zeitplan der Agentur ist fest und die Branche steht nun unter erhöhtem Druck, praktikable Alternativen zu liefern, bevor die ISS ihr unvermeidliches Ende erreicht.






















