Die Entscheidung, wie mit Überresten umgegangen werden soll – Einäscherung, Kompostierung oder traditionelle Bestattung – ist eine schwierige Aufgabe. Aber was ist das Beste für den Planeten? Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass die umweltfreundlichste Option nicht unbedingt die neueste oder auffälligste ist. Es ist überraschend einfach: natürliche Bestattung.

In diesem Artikel werden die Umweltauswirkungen verschiedener Methoden aufgeschlüsselt, von konventionellen Bestattungen bis hin zu Spitzentechnologien wie Aquamierung und menschlicher Kompostierung, und es wird aufgezeigt, warum die Rückkehr zur Erde mit minimalen Eingriffen die Option mit den geringsten Auswirkungen ist.

Das Problem mit der modernen Bestattung

Konventionelle Bestattungen, bei denen Einbalsamierungschemikalien, Metallsärge und Betongewölbe zum Einsatz kommen, sind ressourcenintensiv. Bergbau, Produktion und Transport tragen erheblich zum CO2-Fußabdruck bei. Diese Materialien verbleiben dauerhaft im Boden und bieten keine Rückkehr zum Ökosystem. Eine Einäscherung ist nicht viel besser; Obwohl es scheinbar einfacher ist, erfordert es hohe Temperaturen, die typischerweise mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, und setzt Quecksilberdampf aus Zahnfüllungen in die Umwelt frei. Eine Studie zeigt, dass etwa 14 % des Quecksilbers in US-amerikanischen Wasserstraßen aus der Einäscherung stammt.

Neuere Technologien: Kein Allheilmittel

Neue Optionen wie Aquamation (alkalische Hydrolyse) und menschliche Kompostierung bieten einige Verbesserungen. Bei der Aquamation werden die Kohlenstoffemissionen im Vergleich zur Einäscherung um etwa 20 % reduziert, es entstehen jedoch große Mengen flüssiger Abfälle. Die menschliche Kompostierung ist zwar vielversprechend, erfordert jedoch wasserintensive Zusätze wie Luzerne und kann einen langen Transport des Endprodukts erfordern. Diese Optionen sind nicht ohne Auswirkungen.

Das Argument für eine natürliche Bestattung

Bei der natürlichen Bestattung wird der Leichnam in einem biologisch abbaubaren Leichentuch oder einer Holzkiste direkt in die Erde gelegt, ohne Einbalsamierung oder Gruft. Eine Lebenszyklusanalyse aus dem Jahr 2017 bestätigt, dass diese Methode durchweg die niedrigsten Gesamtumweltkosten verursacht. Es ermöglicht eine natürliche Zersetzung, die Rückführung von Nährstoffen in den Boden und die Vermeidung chemischer Abflüsse. Viele natürliche Grabstätten fungieren auch als Naturschutzgebiete und schützen aktiv Lebensräume.

„Jeder möchte etwas Glänzendes, Neues und Aufregendes, aber die einfachste Lösung ist normalerweise die beste“, sagt Lee Webster, Experte für grüne Bestattungspraktiken.

Die Zukunft der Sterbehilfe

Während die natürliche Bestattung derzeit vorherrschend ist, entwickelt der Innovator Bob Jenkins eine Methode, um die Zersetzung in nährstoffreiches Material zu beschleunigen. Allerdings ist diese Technologie noch nicht verfügbar. Die umweltfreundlichste Wahl bleibt vorerst die einfachste: die Rückkehr zur Erde mit minimalem Eingriff.

Letztendlich ist der nachhaltigste Ansatz oft der einfachste. Bei der Wahl einer natürlichen Bestattung geht es nicht nur darum, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. es geht um eine Rückkehr zu grundlegenden ökologischen Prinzipien.