Die Artemis-II-Mission der NASA ist am Mittwochabend erfolgreich gestartet und hat vier Astronauten auf eine historische zehntägige Reise zum Mond und darüber hinaus geschickt. Die Besatzung – Reid Wiseman, Christina Koch, Jeremy Hansen und Victor Glover – startete um 18:35 Uhr vom Kennedy Space Center in Florida. EDT begeben sich auf einen Flug, der sie weiter von der Erde wegbringen wird als jeder Mensch seit über einem halben Jahrhundert.
Missionsdetails und erster Fortschritt
Die Astronauten reisen an Bord der Raumsonde Orion, die nach einer Stabilisierungszündung derzeit in der Erdumlaufbahn schwebt. Für den 2. April ist ein kritisches Manöver, bekannt als „Translunar Injection Burn“, geplant, um die Raumsonde auf ihre präzise Flugbahn in Richtung Mond zu bringen. Kurz nach dem Start kam es bei NASA-Vertretern kurzzeitig zu einem Kommunikationsverlust, die Konnektivität wurde jedoch schnell wiederhergestellt.
NASA-Administrator Jared Isaacman bestätigte, dass die Besatzung in guter Stimmung sei: „[Sie] sind in Sicherheit, sie sind in Sicherheit und sie sind in bester Stimmung.“ Das Team wird am 6. April einen Mondvorbeiflug durchführen und dabei die andere Seite des Mondes beobachten – eine Region, die das menschliche Auge nie direkt sehen kann.
Wissenschaftliche Ziele und Besatzungstests
Diese Mission dient als wichtige Testphase für zukünftige Mondlandungen. Die Astronauten werden die Systeme von Orion, einschließlich seiner fortschrittlichen Lebenserhaltungsfunktionen (z. B. eine neue Weltraumtoilette), evaluieren, Kapselmanöver durchführen und ihre physiologischen Reaktionen auf längere Exposition gegenüber Mikrogravitation überwachen. Sie werden auch die Mondoberfläche fotografieren und dokumentieren, um sich auf die Artemis-IV-Mission vorzubereiten, die im Jahr 2028 einen einwöchigen Aufenthalt an der Oberfläche beinhalten wird.
Ein einzigartiges Ereignis, das die Crew miterleben wird, ist eine Sonnenfinsternis, bei der der Mond vor der Sonne vorbeizieht und nur die Korona des Sterns sichtbar macht. Laut Lori Glaze, amtierende stellvertretende Administratorin des Exploration Systems Development Mission Directorate der NASA, wird dies eine „ziemlich coole und einzigartige Gelegenheit“ sein.
Langfristige Ziele: Monderkundung und permanente Basis
Die Artemis-II-Mission gilt als „Eröffnungsakt“ für das erneuerte Monderkundungsprogramm der NASA. Dieser Flug erfordert zwar keine Landung, legt aber den Grundstein für die Etablierung einer dauerhaften menschlichen Präsenz auf dem Mond. Isaacman erklärte, dass die NASA nach einer 54-jährigen Pause „wieder im Geschäft sei, Astronauten zum Mond zu schicken“.
Die Besatzung wird voraussichtlich am 10. April wieder auf der Erde landen und eine Mission abschließen, die einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen Monderkundung und schließlich dem Bau einer Mondbasis darstellt.






















