Die Vorbereitungen der NASA für die Mondmission Artemis II erlitten am Montag einen Rückschlag, als eine wichtige „Wet General General“ aufgrund von Wasserstofflecks vorübergehend unterbrochen wurde. Der Test, der die gesamte Startsequenz simulieren sollte, erforderte von den Ingenieuren, die Space Launch System (SLS)-Rakete der Agentur mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff zu beladen. Während des Betankungsprozesses wurde jedoch der Fluss von flüssigem Wasserstoff in die Kernstufe der Rakete unterbrochen, während die Teams mögliche Lecks untersuchten.

Der Test und das Problem

Die nasse Generalprobe ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass die SLS-Rakete – und die Orion-Mannschaftskapsel, die sie tragen wird – startbereit ist. Ziel ist es, den gesamten Countdown- und Tankvorgang durchzuführen, ohne dass die Motoren tatsächlich gezündet werden. Dies ermöglicht es der NASA, alle Probleme zu erkennen und zu lösen, bevor sie einen tatsächlichen Startversuch riskiert.

Der Flüssigsauerstofffluss wurde während der Untersuchung des Wasserstofflecks ununterbrochen fortgesetzt, während die Beladung der oberen Stufe ebenfalls kurzzeitig unterbrochen wurde. Später nahm die NASA die Wasserstoffbetankung wieder auf und versuchte, die Kraftstoffkonzentration innerhalb sicherer Parameter zu halten.

Wiederkehrendes Problem und historischer Kontext

Treibstofflecks haben das Artemis-Programm der NASA schon früher geplagt. Bei der Mission Artemis I, dem unbemannten Vorläufer von Artemis II, kam es aufgrund von Lecks während der Tests zu ähnlichen Verzögerungen. Diese Probleme verdeutlichen die extremen Herausforderungen beim Umgang mit kryogenen Treibstoffen wie flüssigem Wasserstoff, die für leistungsstarke Raketen unerlässlich sind, aber aufgrund ihrer niedrigen Temperaturen und der Tendenz, durch Dichtungen zu lecken, bekanntermaßen schwer einzudämmen sind.

Missionsdetails und Zeitleiste

Artemis II soll vier Astronauten auf einer zehntägigen Mondumlaufmission befördern und damit die Grenzen der bemannten Raumfahrt weiter als je zuvor verschieben. Wenn die Generalprobe erfolgreich abgeschlossen wird, ist das aktuelle Startziel nicht früher als der 8. Februar. Dieser Zeitplan hängt jedoch weiterhin von der Lösung der anhaltenden Probleme mit Kraftstofflecks und der Durchführung weiterer Überprüfungen ab.

Die Artemis-II-Mission stellt einen bedeutenden Schritt zur Etablierung einer dauerhaften menschlichen Präsenz auf dem Mond und darüber hinaus dar. Die Überwindung dieser technischen Hürden ist von entscheidender Bedeutung für die Gewährleistung der Sicherheit und des Erfolgs zukünftiger Mond- und Weltraummissionen.