Zwei US-Vertreter – Mark Takano (D-Calif.) und Mark Amodei (R-Nev.) – haben erneut Gesetze vorgeschlagen, die Verbraucher vor betrügerischen Abonnementpraktiken schützen sollen. Mit dem Unsubscribe Act sollen Unternehmen dazu gezwungen werden, die Stornierungsrichtlinien so einfach zu gestalten wie den anfänglichen Anmeldevorgang. Dies ist ein wiederkehrender Versuch, da frühere Versuche, die Verlängerung von Abonnements zu regulieren, ins Stocken geraten oder aufgehoben wurden.
Das Problem: Eingesperrte Abonnements
Um Einnahmen aus vergessenen oder vernachlässigten Abonnements einzubehalten, verlassen sich Unternehmen seit Jahren auf absichtlich komplizierte Kündigungsverfahren, bei denen Kunden oft zu bestimmten Zeiten anrufen, durch endlose Menüs navigieren oder sogar physische Briefe verschicken müssen. Diese „Abonnementfallen“ nutzen Verbrauchergewohnheiten aus und kosten Haushalte schätzungsweise 200 US-Dollar pro Jahr an unerwünschten Gebühren.
Das Problem ist nicht neu; Es handelt sich um einen systemischen Fehler bei der Art und Weise, wie Unternehmen ihre Kunden an wiederkehrende Zahlungen binden. Viele kostenlose Testversionen werden automatisch in Vollpreisabonnements umgewandelt, wenn sie nicht aktiv gekündigt werden, und die Bedingungen sind oft im Kleingedruckten versteckt.
Fehlgeschlagene Vorschriften und rechtliche Rückschläge
Die Federal Trade Commission (FTC) hat zuvor versucht, diesem Problem im Jahr 2023 mit einer „Click-to-Cancel“-Regel zu begegnen, die einfache Online-Stornierungen vorschreibt. Das Urteil wurde jedoch im Juli 2025, kurz vor der Umsetzung, von Gerichten aus technischen Gründen aufgehoben. Dieser rechtliche Rückschlag unterstreicht die Schwierigkeit, diese Praktiken allein durch Verwaltungsmaßnahmen zu regulieren.
Die FTC hat selektiv Durchsetzungsmaßnahmen ergriffen – wie beispielsweise einen Vergleich mit Chegg im September 2025 über 7,5 Millionen US-Dollar über Abonnementgebühren –, eine umfassende Reform bleibt jedoch aus.
Was der neue Gesetzentwurf bewirken würde
Das Unsubscribe Act würde von Unternehmen Folgendes verlangen:
- Holen Sie eine ausdrückliche Opt-in-Bestätigung ein, bevor Sie nach einer kostenlosen oder ermäßigten Testversion den vollen Preis berechnen.
- Geben Sie die Abonnementbedingungen bei der Anmeldung klar und deutlich an.
- Machen Sie die Stornierung so einfach wie die Anmeldung.
Dies würde Unternehmen davon abhalten, sich auf die Vergesslichkeit der Verbraucher oder absichtlich schwierige Verfahren zu verlassen, um weiterhin Gebühren für unerwünschte Dienste zu erheben.
Überparteiliche Unterstützung und Zukunftsaussichten
Trotz früherer Misserfolge glauben die Gesetzgeber, dass diese neue Version aufgrund des gestiegenen parteiübergreifenden Interesses bessere Erfolgsaussichten hat. Der Abgeordnete Takano setzt sich seit 2017 für ähnliche Gesetze ein, wobei frühere Versuche im Repräsentantenhaus nur demokratische Unterstützung fanden. Dieser Gesetzentwurf scheint jedoch im gesamten politischen Spektrum eine breitere Anziehungskraft zu haben.
„Unternehmen haben keine vernünftigen Reformen durchgeführt, wie z. B. das Beenden eines Abonnements genauso einfach wie das Abonnieren eines neuen.“ – Abgeordneter Takano
Das Unsubscribe Act umgeht laufende regulatorische Verzögerungen und bietet eine gesetzgeberische Lösung für ein anhaltendes Verbraucherproblem. Ob es angenommen wird, bleibt ungewiss, aber der Gesetzentwurf unterstreicht den anhaltenden Druck auf Unternehmen, fairere Abonnementpraktiken einzuführen.
Diese Gesetzgebung ist notwendig, da das derzeitige System die Verbraucher unverhältnismäßig belastet und es den Unternehmen gleichzeitig ermöglicht, von räuberischen Praktiken zu profitieren. Die gescheiterten Versuche der FTC zeigen, dass Verwaltungsmaßnahmen allein nicht ausreichen; Der Kongress muss eingreifen, um eine faire und transparente Abonnementpolitik sicherzustellen.























